Wie alles anfing: Ich, ein leerer Bildschirm und viel Frust
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich meine allererste Website bauen wollte.
Der Plan war einfach: „Ich setze mich kurz hin, bastle eine Seite – und bin in zwei Stunden fertig.“
Ich schaute mir Website Baukästen an. Das Ende vom Lied?
Drei Tage später saß ich immer noch vor dem Bildschirm, mit zehn offenen Tabs:
Wix, Squarespace, IONOS, Jimdo, WordPress, noch ein Baukasten, noch ein Tool …
Und ich hatte vor allem eins im Kopf: komplettes Durcheinander und keinen Durchblick.
Wenn Du gerade an dem Punkt bist, an dem Du denkst:
„Ich will einfach nur eine Website – warum ist das so kompliziert?“,
dann bist Du hier genau richtig.

In dieser Blog-Serie gehe ich mit Dir Schritt für Schritt durch den Dschungel der
Website-Baukästen, KI-Tools und WordPress-Lösungen.
So, dass Du:
- verstehst, welche Art von Tool für Dich überhaupt sinnvoll ist
- weißt, wo die versteckten Haken sind (Kosten, Support, SEO, Technik)
- am Ende eine klar begründete Entscheidung treffen kannst
Und ja: so erklärt, dass es auch ohne Vorwissen verständlich ist.
Was Du in dieser Blogserie lernst
Ich habe diese Reihe in mehrere Teile aufgeteilt.
Du kannst sie als Mini-Kurs lesen:
- Teil 1 (dieser Artikel):
Grundlagen, Zielgruppen, typische Anforderungen und der Unterschied zwischen deutschen und internationalen Anbietern. - Teil 2:
Klassische Homepage-Baukästen im Vergleich:
Wix, Squarespace, IONOS MyWebsite, DomainFactory, Strato, Jimdo –
mit klaren Vor- und Nachteilen, auch in Sachen Kosten, SEO und Support. - Teil 3:
KI-Website-Builder wie Lovable, Relume, Durable, Framer und ZipWP –
was sie richtig gut können und wo sie Dir eher Probleme machen. - Teil 4:
Warum ich Dir langfristig WordPress mit Elementor empfehle
und wann ein klassischer Baukasten oder ein KI-Tool trotzdem besser passt.
Ich mache es Dir leicht und teile das mal nicht „nach Fachbegriffen“,
sondern nach echten Menschen-Typen.
Drei Typen von Website-Menschen – in welcher Rolle erkennst Du Dich?

Typ 1: „Ich habe null Technik-Wissen – bitte macht es mir einfach“
Vielleicht bist Du genau hier: Du willst eine Website, aber
- Du willst kein:e Technik-Nerd:in werden
- Du hast keine Lust auf Fachbegriffe wie HTML, CSS, DNS
- Du möchtest: Einloggen, Baukasten öffnen, Text eintippen, Fotos hochladen, fertig.
Was für Dich wichtig ist:
- Bedienungsfreundlichkeit – Du willst nicht studieren müssen, um loszulegen.
- Vorlagen – fertige Designs für Deine Startseite (Home Website Design), die Du nur anpassen musst.
- Wenig Technik-Kram – Hosting, Updates, Sicherheit dürfen gern automatisch im Hintergrund laufen.
Typische Tools für Dich sind:
Wix, Squarespace, Jimdo, Strato– oder IONOS-Baukästen –
dazu später mehr im Detail.

Typ 2: „Ich habe schon etwas Erfahrung – jetzt will ich mehr Kontrolle“
Du hast vielleicht schon mal:
- eine Website mit einem Baukasten gebaut
- mit WordPress rumgespielt
- oder bist generell nicht komplett technik-scheu
Du willst:
- mehr Gestaltungsfreiheit (Farben, Schriften, Layouts – also echte Web Design Inspiration ausleben)
- erweiterte Funktionen wie Newsletter, Buchungssystem, Kalender, Blog, Mitgliederbereich
- Daten nicht einsperren – also später exportieren oder umziehen können
Für Dich werden Systeme interessant wie:
- WordPress selbst
- Page-Builder wie Elementor,Divi oder Beaver
- flexiblere Baukästen wie Wix mit App-Markt
- oder auch Profi-Tools wie Webflow (für sehr individuelle Digital Website Design Projekte)

Typ 3: „Ich bin selbständig / habe ein kleines Unternehmen“
Hier wird es ernst. Deine Website ist nicht nur „nice to have“,
sondern Teil Deines Geschäfts.
Du brauchst:
- Professionalität – die Seite muss vertrauenswürdig wirken
- Eindeutige Sichtbarkeit bei Google – SEO ist kein Luxus, sondern Pflicht
- Rechtliche Sicherheit – Impressum, Datenschutz / DSGVO-konform, Cookie-Hinweise
- Funktionen, die Umsatz bringen:
- Online-Shop
- Terminbuchung
- Anfragen-Formulare
- Landingpages für Kampagnen (z.B. für Ads ( digitale Werbeanzeigen) oder Newsletter)
Und Du brauchst einen Support, der Dir nicht nur auf Englisch antwortet,
wenn es brennt.
Hier kommen vor allem ins Spiel:
- IONOS MyWebsite
- Strato
- Jimdo (für sehr einfache Setups)
- WordPress mit Elementor
- plus KI-Tools, mit denen Du z.B. Landingpages oder Entwürfe schneller erstellst (z.B. ChatGPT oder onepage AI oder ähnliche).
Kleine Notiz: In der Realität bist Du wahrscheinlich ein Mix aus mehreren Typen.
Vielleicht bist Du selbständig, hast aber null Technik-Wissen.
Oder Du bist neugierig und lernst schnell, willst aber nicht alles allein machen.
Das ist völlig okay.

Warum die Sprache (deutsch vs. englisch) eine größere Rolle spielt, als Du denkst
Wenn Dein Tool nicht Deine Sprache spricht
Stell Dir vor, Du willst Deine erste Website bauen.
Du bist nervös, klickst zum ersten Mal in einen Baukasten –
und die komplette Oberfläche ist auf Englisch.
Buttons wie:
- „Add Section“
- „Manage DNS“
- „SEO Settings“
Wenn Du das alles sofort verstehst: super.
Wenn nicht, kann aus einem simplen Schritt schnell Frust werden.
Deshalb ist es für viele meiner Leserinnen wichtig,
dass Bedienoberfläche, Hilfetexte und Support auf Deutsch verfügbar sind.
Deutsche Anbieter: IONOS, Strato, Jimdo, DomainFactory
Diese Anbieter haben einen klaren Vorteil:
- Website-Editor auf Deutsch
- Hilfeseiten und Anleitungen
- Deutscher Kundensupport (Telefon / Mail / Chat)
Das ist besonders hilfreich, wenn:
- Du Dich noch unsicher fühlst
- Du nicht gern in Englisch telefonierst oder schreibst
- Du bei technischen Problemen eine Person am Telefon willst
Viele Business-Kundinnen – Handwerksbetriebe, Coaches, lokale Dienstleister –
fühlen sich damit deutlich wohler.
Internationale Anbieter: Wix, Squarespace & Co.
Wix, Squarespace, aber auch einige KI-Tools, kommen meist aus dem englischsprachigen Raum.
Die gute Nachricht:
- Die Oberflächen sind inzwischen oft komplett auf Deutsch umstellbar
- Es gibt viele deutsche Blogartikel, Videos und Communities,
die erklären, wie Du diese Tools nutzt – siehe youtube: völlig kostenfrei und stellenweise vollständige Tutorials, wie ein Website Design mit dem entsprechenden Tool von A bis Z umgesetzt wird.
Aber:
- Support ist oft nur auf Englisch
- Manche Fachbegriffe sind nicht sauber übersetzt
- Tiefergehende Dokumentation ist häufig Englisch-first
Das ist kein Drama, aber es ist etwas, das Du in Deine Entscheidung einbeziehen solltest.
Meine Faustregel für die Sprach-Frage
Wenn Du gerade erst anfängst, Dich schwer mit Technik tust und schon der Gedanke an englische Fachbegriffe Stress auslöst, dann kann ein deutscher Anbieter wie IONOS, Strato oder Jimdo
Dein sehr entspannter Einstieg sein.
Wenn Du sagst:
„Englisch ist okay, ich will vor allem starke Funktionen, viel Website Inspiration und Teil einer großen Community sein“, dann sind Wix, Squarespace und vor allem WordPress für Dich absolut machbar.
Wichtige Kriterien, bevor Du überhaupt ein Tool auswählst
Bevor wir in den nächsten Teilen in jedes Tool tiefer einsteigen,
möchte ich Dir eine Art Gedanken-Checkliste mitgeben.
Die kannst Du für Dich im Kopf durchgehen, bevor Du Dich für einen Baukasten entscheidest.
1. Wie viel Zeit willst Du investieren – ehrlich?
- Willst Du wirklich lernen, wie Webdesign funktioniert?
- Oder willst Du so schnell wie möglich eine Seite haben, die „einfach ok“ ist?
Wenn Du so wenig Zeit wie möglich investieren willst,
sind stark geführte Baukästen oder KI-Tools für Dich interessant:
Durable, Jimdo, IONOS oder einfache Pakete der Hoster.
Wenn Du bereit bist, ein paar Wochen zu lernen,
kann Dich WordPress + Elementor langfristig sehr frei und vor allem unabhängig machen.
2. Wie wichtig ist Dir das Design?
- Reicht Dir „sieht ordentlich aus“, oder
- willst Du richtig mit Web Design spielen, Branding umsetzen und Deine Marke mit allen Assets sichtbar machen?
Für möglichst schöne Vorlagen „out of the box“
sind z.B. Squarespace und bestimmte Wix-Templates spannend.
Für maximale Freiheit im digitalen Design (digital website design)
sind WordPress + Elementor oder Tools wie Framer / Webflow interessant.
Das könnte Dich auch interessieren: Deine Website als Selbständige
3. Wie wichtig ist Dir Google (SEO)?
Wenn Deine Website Kund:innen bringen soll, brauchst Du früher oder später Sichtbarkeit.
Achte darauf, dass Dein System:
- Seitentitel und Beschreibungen leicht einstellbar macht
- SEO-Basics kann (Überschriften, Bild-Alt-Texte, strukturierte Inhalte)
- keine extrem langsamen Seiten erzeugt
Klassische Baukästen sind hier „okay bis gut“.
WordPress ist – mit den richtigen Plugins – extrem stark.
4. Wie lange willst Du mit dieser Lösung leben?
Das ist der Punkt, den viele vergessen.
- Baukästen sind super für den Start
- Aber: Du bist immer etwas vom Anbieter abhängig
- Wechseln bedeutet oft: neu anfangen
WordPress ist am Anfang etwas mehr Arbeit, aber dafür bist Du langfristig sehr frei:
- Du kannst das Hosting wechseln,
- Deine Web Designs so häufig austauschen, wie Du möchtest,
- Tools ergänzen, ohne aus diesem System rauszufallen.
Wie es weitergeht: Vom Überblick zur konkreten Entscheidung
In diesem ersten Teil hast Du:
- die wichtigsten Typen von Website-Nutzer:innen kennengelernt
- verstanden, warum Sprache und Support eine echte Rolle spielen
- erste Kriterien bekommen, mit denen Du Tools vergleichen kannst
Im nächsten Teil steigen wir richtig ein in:
- Wix
- Squarespace
- IONOS MyWebsite
- DomainFactory Homepage-Baukasten
- Strato Homepage-Baukasten
- Jimdo
Ich zeige Dir dann in einfachen Worten:
- Was jedes Tool wirklich gut kann
- Wo die klaren Nachteile liegen (Kosten, SEO, Technik, Support)
- Für wen welches System sinnvoll ist – egal ob Du nur eine kleine Webseiten-Lösung willst
oder ein langfristig wachsendes digitales Website Designing Projekt planst.